Deutschland Thüringen Lkr. Schmalkalden-Meiningen

Oberweid (I)


Abbildung bei
Störzner / Möbes
(1988)

PLZ: 98634

GPS: N 50° 35,553', O 10° 3,773'

Standort: Hauptstraße in Oberweid, auf der Innenseite der westlichen Kirchhofsmauer eingemauert.

Größe / Material: 138:80:? / grauer Sandstein

Geschichte: Das unförmig wirkende Kreuz ist bündig in die Kirchhofsmauer eingebettet, wobei der rechte abgebrochene Arm etwas unterhalb der Bruchstelle in die Mauer eingefügt wurde. Das Kreuz steht - schon aufgrund seiner geschweiften Form - nach rechts geneigt. Überlieferungen sind nicht vorhanden. Es könnte sich um ein ehemaliges Grabkreuz handeln.
Wenige Meter rechts von diesem ist ein weiteres Kreuz (Oberweid II), das jedoch aufgrund starken Strauchbewuchses derzeit (2002) nicht erfasst werden konnte.

Sage:

Quellen und Literatur:
Störzner / Möbes - Steinkreuze in Thüringen: Katalog der Bezirke Gera und Suhl, 1988, Nr.57 (Suhl)
Reinhardt, Jürgen - Steinkreuze und Kreuzsteine der Rhön, 1999, Seite 98, Ziffer 5426.2
Recherche und aktuelles Foto von Volker Rumpf, Ebsdorfergrund (Foto von 2002)



Oberweid (II)


Abbildung bei
Störzner / Möbes
(1988)

GPS:

Standort: Auf dem Friedhof von Oberweid an der Friedhofsmauer, wenige Meter rechts neben dem Kreuz Oberweid (I).

Größe / Material: 92:100:17 / Sandstein

Geschichte: Früher hat es in der Feldflur gestanden. Das insgesamt gut erhaltene Kreuz hat teilweise gefaste Kanten und zeigt allgemeine Oberflächenverwitterung. Darstellungen oder Inschriften sind nicht vorhanden, Sagen sind nicht erfragbar.

Am nw. Ortsrand, nahe der Kirche, an der Innenseite der s. Friedhofsmauer. 9m vom Steinkreuz Nr.57 entfernt. Lateinische Kreuzform. Ungleichmäßig; unebenmäßig. Nicht allseitig sichtbar. Starke oberflächige Verwitterung. (Störzner / Möbes 1988)

Sage:

Quellen und Literatur:
Störzner / Möbes - Steinkreuze in Thüringen: Katalog der Bezirke Gera und Suhl, 1988, Nr.58 (Suhl)
recherchiert und bebildert von Thorsten Pirkl, Petersberg (Foto von 2008)



Oberweid (III)


Blick zum Standort

die andere Seite

seitliche Ansicht

Abbildung bei
Störzner / Möbes
(1988)

GPS: N 50° 35,575', O 10° 4,246'

Standort: Etwa 200m nordöstlich des Ortsrandes, links an dem steil bergan führenden Weg der am Ortsrand in zunächst östliche Richtung von der Straße nach Kaltenwestheim abzweigt, wo der Weg an der Gabelung in nordöstlicher Richtung weiterführt.

Größe / Material: 49:59:17 / Sandstein

Geschichte: Benennung: "Postbotenstein". Etwa 200 nö. des Ortsrandes, nahe dem steil bergan führenden Weg, der am Ortsrand in zunächst ö. Richtung von der Straße nach Kaltenwestheim abzweigt. Der Stein steht da, wo der Weg dicht hinter der nach 100m erreichten Gabelung in nö. Richtung weiterführt.
Gedenkstein für den im Dezember 1798 hier erfrorenen Postboten Johannes Herpich, der im März 1799 in Frankenheim beigesetzt wurde.
Steinplatte mit viereckigem Querschnitt und rundum gewölbtem Scheitel. Auf der Südseite (zum Weg) ist ein lateinisches Balkenkreuz plastisch herausgearbeitet. Unter dem (heraldisch) rechten Kreuzarm eingeritzt: Anno 17.... Weitere Reste von Schriftzeichen unter dem anderen Kreuzarm. Beträchtlicher alter Abschlag an der Südseite. - Starke oberflächige Verwitterung, dadurch Einzeichnungen nur noch schwach erkennbar bzw. gänzlich zerstört.
Sterbeeintrag 1799: "Johannes Herpich, Ritterbote aus Schweinfurth, welcher den 9.Dezember vorigen Jahres ... erfroren war und den 3.März dieses Jahres gefunden wurde ..." (Pfarrarchiv Frankenheim, Kirchenbuch 1799-1837. Mitt. Ev-Luth. Pfarramt Frankenheim vom 28.11.1982 an H. Boxberger, Meiningen). Ein anderer Beleg (Zufallsfund 1973) schildert die näheren Umstände, allerdings mit abweichendem Datum. Danach sei Herpich bei einem Botengang von Schweinfurt nach Tann auf dem Rückweg durch Übermüdung am 2.Dezember 1798 erfroren. (Störzner / Möbes 1988)

Sage: Hier sei im Winter ein Postbote erfroren. (1985 mündlich)

Quellen und Literatur:
Störzner / Möbes - Steinkreuze in Thüringen: Katalog der Bezirke Gera und Suhl, 1988, Nr.59 (Suhl)
recherchiert und bebildert von Ulrich Baltes, Suhl (Fotos von März 2009)


Sühnekreuze & Mordsteine