Deutschland Thüringen Lkr. Hildburghausen

Käßlitz (I)


Blick auf den
Standort

Abbildung bei
Störzner (1988)

PLZ : 98663

GPS:

Standort: Im nördlichen Teil des Ortes, unmittelbar an der westlichen Kirchhofsmauer, 1m von der südwestlichen Ecke der Mauer entfernt.

Größe / Material: 83:70:25 / Sandstein

Geschichte: Scheibenkreuzstein. Steinplatte mit rechteckigem Querschnitt und gerundetem Scheitel. Die Rundung ist Teil der etwa 3,5cm herausgearbeiteten Scheibe, deren Durchmesser 55cm beträgt. Die Scheibe trägt wiederum ein ihr gegenüber 2,5-3,5cm plastisch herausgearbeitetes lateinisches Balkenkreuz (Balkenstärke: 17cm), dessen Querbalken und Schaft den Rand der Scheibe durchbrechen.

Sage: Der Scheibenkreuzstein wird mit der Sagenüberlieferung zum Steinkreuz bei Poppenhausen in Verbindung gebracht.
Die Sage erzählt, dass dort zwei Brüder im Streit um ein paar Tauben sich mit den Ackerreuten derart zugerichtet hätten, dass der eine auf dem Platz liegen geblieben sei, während der andere sich noch bis an die Friedhofsmauer (von Käßlitz) geschleppt, aber dort auch sein Leben ausgehaucht habe.

Quellen und Literatur:
Köber, Heinz - Die alten Steinkreuze und Sühnesteine Thüringens, 1960, S.66, Nr.451
Störzner / Möbes - Steinkreuze in Thüringen: Katalog der Bezirke Gera und Suhl, 1988, Nr.16 (Suhl)
recherchiert und bebildert von Hans-Ulrich Gembusch, Uhlstädt-Kirchhasel



Käßlitz (II)


Blick auf den
Standort

GPS:

Standort: Etwa 700m südwestlich des Ortes, auf der Anhöhe, jetzt weglos im Feld. Die Stelle ist als Unkrautinsel vom Ort aus sichtbar. Peillinie vom Ort aus an der großen Weide vorbei über die Anhöhe zum Wäldchen. Ursprünglich führte hier der Feldweg nach Allertshausen entlang.

Größe / Material: 115:80:19 / Sandstein

Geschichte: Flurnamen: "Steinerner Kreuzweg" / "Steinernes Kreuz".
Ungleichmäßig und uneben zugehauene Steinplatte mit annähernd viereckigem Querschnitt. Auf der Nordseite ist ein lateinisches Balkenkreuz plastisch herausgearbeitet, ursprünglich wohl bis zu den Außenkanten des Steines bzw. zum Beginn des Sockels verlaufend (Stärke Längsbalken 18; Stärke Querbalken 16cm).
Beträchtlich rücklings nach Süden geneigt. Alte Abschläge und starke oberflächliche Verwitterung; dadurch besonders die Kreuzdarstellung beeinträchtigt bzw. schon teilweise zerstört.

Sage: Hier soll ein Hirt vom Blitz erschlagen worden sein.

Quellen und Literatur:
Köber, Heinz - Die alten Steinkreuze und Sühnesteine Thüringens, 1960, S.66, Nr.452
Störzner / Möbes - Steinkreuze in Thüringen: Katalog der Bezirke Gera und Suhl, 1988, Nr.17 (Suhl)
recherchiert und bebildert von Hans-Ulrich Gembusch, Uhlstädt-Kirchhasel


Sühnekreuze & Mordsteine