Deutschland Sachsen Lkr. Kamenz

Rosenthal (I) / OT von Ralbitz-Rosenthal


Abbildung bei
Dietze (1997)

PLZ: 01920

GPS:

Standort: Ecke "Kamenzer Straße" und "Zernaer Straße".

Größe / Material: Granit

Geschichte: Benennung: "Das schöne Bild zu Rosenthal". Ionische Granitsäule auf quaderförmigem Sockel. Hoher Aufsatz mit sorgfältig herausgearbeiteten Bildern, auf dem Dach eine Kugel mit Wetterfahne. Der Aufsatz ist im Verhältnis zum Sockel um 45° gedreht.
Bilder und Ikonographie im Aufsatz: Ostseite: Georg; Südseite: Maria mit Jesuskind; Westseite: Sebastian; Nordseite: Christus am Kreuz.
Inschriften am Schaft oder am Sockel: Diese Eherensail / hatt machenlasen / Marti Nowack und / seine Mutter und seine / 2 Brüder Mathie und / Blasius Zuder Hand / Gottes ANNO 1682. Nordseite: 1682. Am Säulenschaft Weinlaubbemalung.
1926 erneuert von Dürlich, 1992 restauriert von Nikolaus Dürlich in Neudörfel. (Eichler 2003)

Am südlichen Dorfausgang, an der Straßenkreuzung Rosenthal-Räckelwitz u. Piskowitz-Zerna. Ionischer Säulenschaft auf rechteckigem Sockel, Reliefs am Tabernakel sorgfältig herausgearbeitet, an der Spitze eine goldene Kugel mit einer kleinen Wetterfahne.
Dargestellte Heilige: Ostseite: St. Georg; Südseite: Maria mit Jesuskind; Westseite: St. Sebastian; Nordseite: Jesus am Kreuz.
Inschriften am Schaft oder am Sockel: Diese Eherensail / hatt machenlasen / Marti Nowack und / seine Mutter und seine / 2 Brüder Mathie und / Blasius Zuder Hand / Gottes ANNO 1682. Nordseite: 1682.
Besondere Benennung oder Namen des Bildstockes: "Das schöne Bild zu Rosenthal". (Dietze 1997)

Sage:

Quellen und Literatur:
Gurlitt, Cornelius - Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreiches Sachsen, Bd.35: Kamenz (Land), 1912, S.316
Rječka, M. -Spodźiwne pomniki w katolskich Serbach [Besondere Denkmäler im katholischen Sorbenland], in: Krajan. Katolska protyka za Hornju Łužicu, Budyšin, 70.lĕtnik, 1937, Nr.22
Dietze, Gernot - Bildstöcke in der katholisch-sorbischen Region der Oberlausitz und angrenzender Gebiete, Kamenz 1997, Nr.37, S.21-21
Eichler, Ulrich - Marter und Bildstock. Betsäulen in Sachsen, 2003, S.76-77, Nr.121
aktuelle Aufnahmen von Gernot Dietze, Kamenz (Fotos von 1997)



Rosenthal (II) / OT von Ralbitz-Rosenthal

GPS:

Standort: Am Ende des Weges "Am Dorfteich", im Garten eines Bauernhauses, wenige Meter vom Brunnenhaus des Marienbrunnens entfernt.

Größe / Material: Granit

Geschichte: Toskanische Granitsäule auf quaderförmigem Sockel; auf dem Kopfteil mit vier Bildreliefs, die von kleinen korinthischen Säulen begrenzt werden, ein Kreuz aus Metall.
Bilder und Ikonographie im Aufsatz: Ostseite: Christus am Kreuz mit Maria und Maria Magdalena; Südseite: Maria mit Jesuskind; Westseite: Sebastian; Nordseite: Anna und Maria mit Buch [Anna unterweist Maria]
Inschriften am Schaft oder am Sockel: Ostseite: 1682; Nordseite: G.M. / Rest[auriert]. 1994. Am Säulenschaft Weinlaubbemalung.
Die Säule stand ursprünglich am Südausgang des Dorfes an der Straßenkreuzung Rosenthal-Panschwitz und Piskowitz-Zerna auf der heute bebauten Flur "po topofa" [an der Pappel], siehe dazu Abb.19 in Werte unserer Heimat (1990). Gurlitt (1912) nennt z.T. andere Bilder: unter dem Kreuz Johannes statt Maria Magdalena; Andreas statt Sebastian; Maria mit dem Jesusknaben statt Anna und Maria. Gurlitt (1912) kennt noch die Inschrift: Wobnowene [Erneuert] / 1879. (Eichler 2003)

An der Straße „Am Dorfteich". Schlichte Säule mit toskanischem Säulenschaft und rechteckigem Kopf mit vier Heiligenbildern. An der Spitze ein sich an maltesische Form anlehnendes Kreuz.
Dargestellte Heilige: Ostseite: Christus am Kreuz mit Maria und Maria Magdalena; Südseite: Rosenthaler Maria mit Jesuskind; Westseite: St. Sebastian; Nordseite: St. Anna und St. Maria (mit Buch).
Inschriften am Schaft oder am Sockel: Ostseite: 1682; Nordseite: G. M. / Rest. 1994.
Stand früher am Südausgang des Dorfes an der Straßenkreuzung Rosenthal-Panschwitz und Piskowitz-Zerna auf der Flur "po topola" (= an der Pappel). Das Gelände ist heute bebaut. (Dietze 1997)

Sage:

Quellen und Literatur:
Gurlitt, Cornelius - Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreiches Sachsen, Bd.35: Kamenz (Land), 1912, S.316
Rječka, M. -Spodźiwne pomniki w katolskich Serbach [Besondere Denkmäler im katholischen Sorbenland], in: Krajan. Katolska protyka za Hornju Łužicu, Budyšin, 70.lĕtnik, 1937, Nr.23
Werte unserer Heimat, Band 51: Westliche Oberlausitz zwischen Kamenz und Königswartha, Berlin 1990, Abb.19
Dietze, Gernot - Bildstöcke in der katholisch-sorbischen Region der Oberlausitz und angrenzender Gebiete, Kamenz 1997, Nr.36, S.21
Eichler, Ulrich - Marter und Bildstock. Betsäulen in Sachsen, 2003, S.77, Nr.122
aktuelle Aufnahme von Gernot Dietze, Kamenz (Foto von 1997)



Rosenthal (III) / OT von Ralbitz-Rosenthal

GPS:

Standort: In der Freiluft-Andachtsstätte westlich von der Wallfahrtskirche, hinter dem Parkplatz.

Größe / Material:

Geschichte: Korinthische Granitsäule auf barockem, geschwungenem Sockel. Auf dem Kopfstück mit vier Bildreliefs ein metallenes griechisches Kreuz am Stab.
Bilder und Ikonographie im Aufsatz: Ostseite: Christus am Kreuz mit Maria und Maria Magdalena; Südseite: Maria mit Jesuskind und Gott-Vater; Westseite: Georg den Drachen tötend; Nordseite: Kreuztragung.
Inschriften am Aufsatz: Ostseite: Diß ist mein Gebot / Liebet einander wie / ich euch geliebt / habe Joh 13,34; Südseite: Christus spricht / So mir jemand dienen wird / den wird mein Vater / ehren Joh 12,26; Westseite: S. Georgius / Sie werden Schlangen / vertreiben Marc 16, /18; Nordseite: Der nehme sein Kreuz / auf sich und folge / mir nach Matth 16, /24.
Inschriften am Schaft oder am Sockel: Ostseite: 1796.
Die Säule soll früher einen anderen Standort gehabt haben. Säule und Kapitell sind stark verwittert, während das Kopfstück offenbar eine Kopie aus jüngerer Zeit ist. Der Stein ist glatt, die Bilder haben scharfe Kanten, die Schrift ist ganz akkurat eingemeißelt. (Eichler 2003)

Vor der Freilicht-Andachtsstätte. Korinthischer Säulenschaft auf rechteckigem Sockel mit geschwungenen Kanten. Tabernakel mit vier Heiligenbildern erneuert. An der Spitze ein "Vortragekreuz".
Dargestellte Heilige: Ostseite: Christus am Kreuz mit Maria und Maria Magdalena; Südseite: Maria mit Jesuskind und Gott-Vater; Westseite: St. Georg den Drachen tötend; Nordseite: Christus trägt das Kreuz.
Inschriften am Tabernakel bei oder unter den Reliefs: Ostseite: Dies ist mein Gebot / Liebet ein ander wie ich euch geliebt habe / Joh. 13.34; Südseite: Christus spricht / So mir jemand dienen wird / den wird mein Vater ehren / Joh. 17.76; Westseite: Sie werden Schlangen vertreiben / Marc. 16.18; Nordseite: Der nehme sein Kreuz auf sich / und folge mir nach / Math. 16.24.
Soll umgesetzt worden sein. Ehem. Standort? (Dietze 1997)

Sage:

Quellen und Literatur:
Dietze, Gernot - Bildstöcke in der katholisch-sorbischen Region der Oberlausitz und angrenzender Gebiete, Kamenz 1997, Nr.39, S.22
Eichler, Ulrich - Marter und Bildstock. Betsäulen in Sachsen, 2003, S.77, Nr.123
aktuelle Aufnahme von Gernot Dietze, Kamenz (Foto von 1997)



Rosenthal (IV) / OT von Ralbitz-Rosenthal


Zustand 2010
Foto: Eichler

Blick zum Standort
Foto: Eichler (2010)

Detail Inschriften
Foto: Eichler (2010)

Detail Aufsatz
Foto: Eichler (2010)

GPS:

Standort: Westlich vom Dorf, nördlich der Freilicht-Andachtsstätte, mitten im Feld neben einer Linde.

Größe / Material: 210:52:31 / Granit

Geschichte: Granitpfeiler auf einem Sockel und mit verglaster Nische im Aufsatz. Darauf ein metallenes griechisches Kreuz am Stab.
Bilder und Ikonographie im Aufsatz: Figur: Josef mit dem Jesuskind [Josef auf der Flucht].
Inschriften am Schaft oder am Sockel: Plumpe Schriftmalerei. Ostseite: IHS [Abkürzung des Namens Jesu; auch: Jesus Hominum Salvator, d.h. Jesus Heiland der Menschen; auch: in hoc signo, d.h. in diesem Zeichen [wirst du siegen] / F. L. / 1847; Nordseite: PON [Erneuert] / 2000 / J. H. [Josef Hanschke].
An der Stelle verlief der nicht mehr existierende Toten- oder Leichenweg, der westlich am Ort vorbeiführte und die Straßen Piskowitz-Zerna und Rosenthal-Schmerlitz verband. (Eichler 2003)

Westlich vom Ort, mitten im Feld. Nischenbildstock.
Dargestellte Heilige: Joseph auf der Flucht.
Inschriften am Schaft oder am Sockel: I H S (amSchaft) / 1847.
An dieser Stelle verlief der nicht mehr existierende Toten- oder Leichenweg, der die Straßen Piskowitz-Zerna und Rosenthal-Schmerlitz verband und westlich am Ort vorbeiführte. (Dietze 1997)

Sage:

Quellen und Literatur:
Dietze, Gernot - Bildstöcke in der katholisch-sorbischen Region der Oberlausitz und angrenzender Gebiete, Kamenz 1997, Nr.40, S.23
Eichler, Ulrich - Marter und Bildstock. Betsäulen in Sachsen, 2003, S.78, Nr.124
aktuelle Aufnahme von Gernot Dietze, Kamenz (Foto von 1997)
Ergänzungen von Uwe Eichler, Bannewitz (Fotos von Oktober 2010)



Rosenthal (V) / OT von Ralbitz-Rosenthal


Zustand 2010
Foto: Eichler

Blick zum Standort
Foto: Eichler (2010)

Nordseite
Foto: Eichler (2010)

Ostseite
Foto: Eichler (2010)

Südseite
Foto: Eichler (2010)

GPS:

Standort: Am "Marienbrunnen 48" (Ortsausgang in Richtung Schmerlitz).

Größe / Material: Granit

Geschichte: Granitsäule auf einem barocken, geschwungenen Sockel, das Kapitell mit Elementen der Kompositordnung. Auf dem Kopfteil mit vier Bildreliefs eine Kugel mit griechischem Kreuz aus Metall.
Bilder und Ikonographie im Aufsatz: Ostseite: Kreuztragung; Südseite: Sebastian; Westseite: Krönung der Maria; Nordseite: Christus am Kreuz mit Maria und Johannes.
Inschriften am Aufsatz: Ostseite: Nemme sein Creutz auf sich und fol / ge mir nach Math. 16.24; Südseite: Denn das wage Gebett eines Gerech / ten vermag sehr viel Jacob / Lucas 16,6; Westseite: Christus spricht / So mir jemand dienen wird den / den wird mein Vatter ehren Joh / 12. Cap. 26; Nordseite: Diß ist mein Gebott, daß ihr euch / untereinander liebet, wie ich / euch geliebet habe Joh. 15/12. V.
Inschriften am Schaft oder am Sockel: Südseite: 1797. Am Säulenschaft Weinlaubbemalung. Gurlitt (1912) kennt noch die Inschrift: 1797 / Wobnowene [Erneuert] / 1879 / B. K. B.
Das Kopfstück wurde nach der Restaurierung um 180° gedreht. Das Bibelzitat auf der Südseite steht bei Jakobus 5,16. Der Hinweis auf Lukas 16,6 paßt nicht zu dem Inhalt. (Eichler 2003)

Am nördlichen Dorfausgang. Korinthischer Säulenschaft auf rechteckigem Sockel mit geschwungenen Kanten. Tabernakel mit einem auf einer Kugel stehendem Kreuz und vier Heiligenbildern.
Dargestellte Heilige: Ostseite: Christus trägt das Kreuz; Südseite: St. Sebastian; Westseite: Krönung der hl. Maria; Nordseite: Christus am Kreuz mit Maria und Maria Magdalena.
Inschriften am Tabernakel bei oder unter den Reliefs: Ostseite: Nemme sein Creutz auf sich und fol / ge mir nach Math. 16.24; Südseite: Denn das wage Gebett eines Gerech / ten vermag sehr viel den (?) ob / Lucas 16.6; Westseite: Christus spricht / So mir jemand dienen wird den / den wird mein Vatter ehren Joh. / 12. Cap. 26; Nordseite: Diß ist mein Gebott daß ihr euch / untereinander liebet, wie ich / euch geliebet habe Joh. 15/12. V. Südseite: 1797.
Das Bibelzitat auf der Südseite stimmt nicht mit Luc. 16.6 überein. Tabernakel nach oder während der Restauration um 180° gedreht. (Dietze 1997)

Sage:

Quellen und Literatur:
Gurlitt, Cornelius - Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreiches Sachsen, Bd.35: Kamenz (Land), 1912, S.316
Rječka, M. -Spodźiwne pomniki w katolskich Serbach [Besondere Denkmäler im katholischen Sorbenland], in: Krajan. Katolska protyka za Hornju Łužicu, Budyšin, 70.lĕtnik, 1937, Nr.24
Kubasch, H. - Heimatbuch Kreis Kamenz. Ein Wegbereiter für Heimatkenntnis und Heimatgestaltung, 1954, S.103
Dietze, Gernot - Bildstöcke in der katholisch-sorbischen Region der Oberlausitz und angrenzender Gebiete, Kamenz 1997, Nr.41, S.23
Eichler, Ulrich - Marter und Bildstock. Betsäulen in Sachsen, 2003, S.78, Nr.125
aktuelle Aufnahme von Gernot Dietze, Kamenz (Foto von 1997)
Ergänzungen von Uwe Eichler, Bannewitz (Fotos von Oktober 2010)


Sühnekreuze & Mordsteine