Deutschland
Sachsen
Weißeritzkreis
Rippien (I) / OT von Bannewitz
Blick zum Standort |
Detail Inschrift |
Westseite |
PLZ:
01728
GPS:
Standort:
Nördlich der "Pirnaer Straße" ("Dorfstraße") gegenüber Haus Nr.20, ca.2,5m neben der
Straße in kleiner Anlage neben der sog. Schillerlinde.
Größe / Material:
113:64:27 / Sandstein
Geschichte:
Kopf: 56:46:27cm, Sockel aus 2 verschiedenen neueren Teilen, Nordseite:
Christus am Kreuz, Südseite: Innschrift, Westseite: erhabenes Kreuz, darunter 3 Nägel, Ostseite: weitere
unleserliche Innschrift.
Pirnaer Straße, gegenüber von Haus Nr.20, wo ein Weg spitz abzweigt, in einer kleinen Anlage neben der Schillerlinde. Sandsteinernes Kopfstück einer
Betsäule, auf einem nicht zugehörigen Sockel aufgestellt, mit zwei breiten und zwei schmalen Seiten. Die vier Felder in einem oben abgerundeten Rahmen.
Viergeteilter flacher Abschluß. Wohl 16.Jahrhundert.
Bilder und Ikonographie im Aufsatz: Vorderseite zum Weg hin: Christus am Kreuz; Rückseite zur Straße hin: Inschrift; rechte Schmalseite: ein leeres Kreuz
und darunter drei Nägel; linke Schmalseite leer (ursprünglich wohl mit weiteren Marterwerkzeugen).
Inschriften am Aufsatz: ALSO HAT GOTT DIE WELT GELIEBT, DASS ER SEINEN EINGEBORENEN SOHN GAB, AUF DASS ALLE, DIE AN IHN
GLAUBEN, NICHT VERLOREN WERDEN, SONDERN DAS EWIGE LEBEN HABEN. BALTASER JENNCHGEN MACHTE MICH.
Im Rahmen: ERNEUERT 1855 DURCH IGP IN RIPPIEN.
Der Bibelvers auf der Straßenseite gibt die revidierte Luther-Übersetzung von Joh. 3,16 wieder und dürfte bei der Renovierung 1855 eingemeißelt worden sein.
IGP sind die Initialen des Ortseinwohners J.G. Porschberg. Das Betsäulen-Kopfstück wurde im Sommer 1951 von Edgar Rudolph auf der Schönen Höhe, dem früheren
Golichsberg, gefunden und 1957 von Richard Wehner und dem Bildhauer Erich Mettig am jetzigen Standort aufgestellt. Wie Rudolph (1956) auf die Angabe "aus dem Jahre
1602" kommt, ist mir nicht bekannt. Er hat wohl das in der letzten Zeile stehende Wort MICH als Jahreszahl MLCII gelesen. (Eichler 2003)
Sage:
Quellen und Literatur:
• Rudolph, E. - Ein vergessenes Kulturdenkmal im Kreis Freital, in: Kulturleben in Freital, Mai 1956, S.9
• Eichler, Ulrich - Marter und Bildstock. Betsäulen in Sachsen, 2003, S.76, Nr.119
• recherchiert und bebildert von Uwe Eichler, Bannewitz (Fotos von Februar 2010)
Rippien (II) / OT von Bannewitz
Blick zum Standort |
GPS:
Standort:
Linksseitig der Einfahrt "Sommerschuhstraße 1", in ca. 2m Höhe in Mauer.
Größe / Material:
49:44:? / Sandstein
Geschichte:
Oberflächlich stark verwittertes Kruzifix.
Sommerschuhstraße 1, links der Hofeinfahrt in der Mauer. Sandsteintafel mit Bildrelief, um 1500.
Bilder und Ikonographie im Aufsatz: Unter einem Rundbogen Christus am Kreuz mit Maria und Johannes.
Vorgefunden und gemeldet 1977 von Harald Quietzsch. Das 44cm breite und 50cm hohe Bildrelief ist stark verwittert. Ob es sich immer am jetzigen Standort
befunden hat, ist nicht bekannt. Doch war es wohl von Anfang an eine Betstelle der nach Possendorf gepfarrten Einwohner von Rippien. (Eichler 2003)
Sage:
Quellen und Literatur:
• Quietzsch, Harald - Steinkreuze und Kreuzsteine - Ihr Schutz und ihre Erhaltung, in: Archäologische Feldforschungen in Sachsen, Berlin 1988, S.535
• Quietzsch, Harald - Das Flurkreuz als Kreuz, in: Archäologie und Heimatgeschichte, Heft 4, 1989, S.56, Anm.9
• Eichler, Ulrich - Marter und Bildstock. Betsäulen in Sachsen, 2003, S.76, Nr.120
• recherchiert und bebildert von Uwe Eichler, Bannewitz (Fotos von Februar 2010)