Sachsen
Lkr. Freiberg
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Standort: Museum Dorfchemnitz Abbildung bei Seyffrath (2002) |
Abbildung bei Seyffrath (2002) |
Wendt (1979) |
PLZ:
09619GPS:
Standort:
An der Geleitstraße zwischen Mulda und Dorfchemnitz.Größe / Material:
Geschichte:
Benennung: "Mordstein". Bis 1999 stand hier noch der Stumpf des Originalsteines. Dieser befindet sich jetzt im Museum "Eisenhammer" in Dorfchemnitz. Vom Originalstein (Steinkreuz?) wurde eine Nachbildung angefertigt und zehn Meter vom Originalstandort entfernt aufgestellt. Auf einer Erläuterungstafel ist die (ergänzte, aber nicht zwangsläufig ursprüngliche) Inschrift zu lesen:[...] Der Denkstein war ursprünglich oben für die Inschrift verbreitert oder hatte vielleicht die Form eines Kreuzes. Irgendwann später stutzte man ihn zu einem
Forstgrenzstein zurecht. Er erhielt auf der Rückseite die Nummer 1. So geriet er später ganz in Vergessenheit, bis ihn ein Heimatfreund um 1933 wiederentdeckte, ausgrub
und als "Mordstein" neu aufstellte. Seit dem 18.Juli 1963 steht das Bodendenkmal unter staatlichem Schutz als ein stilles kleines Gedenken am Ort eines grausigen
Geschehens. Damit war es 1999 vorbei. Der Waldbesitzer ließ einen neuen "Mordstein" anfertigen. Es wurde ein Kreuz, für das es keinen gesicherten Nachweis gibt und
die Inschrift hat man so ergänzt, wie sie vielleicht einmal gelautet haben könnte.
Daneben erzählt jetzt ein großer hölzerner Aufsteller jenen Text, den der Frauensteiner Chronist Bahn 1784 niederschrieb.
Im September 1999 fand die Weihe des neuen Steines statt. 130 Heimatfreunde nahmen daran teil. Die Bürgermeisterin, der Landrat und der Vorsitzende des
Erzgebirgs-Zweigvereins sprachen vom Heimatbewusstsein der Bürger ...
Der alte Stein fand als "Leihgabe und auf Beschluss des Erzgebirgs-Zweigvereins Mulda einen behüteten Platz im Eisenhammergelände Dorfchemnitz". Am
19.September eröffnete die Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr Dorfchemnitz die Feier mit einem Sanctus. Mehrere Ansprachen würdigten das Ereignis. - Die Blasmusik
spielte und Bratwürste prutzelten auf dem Rost. - Das Dorf feierte ein schönes Fest... - Doch Denkmalpfleger stellen sich die Frage, - was wird aus unserer Geschichte,
wenn ein Jeder solche Denkmale nach eigenem Ermessen von ihrem geschichtlich fixierten Platz entfernt und irgendwie ersetzt? (Seyffarth 2002)
Etwa 3km südöstlich der Muldaer Kirche, im Waldstück "Die Grüne", unmittelbar an der Grenze zur Gemarkung Dorfchemnitz, und zwar etwa 350m
westnordwestlich der Stelle, an der die "Geleitsstraße" aus dem Wald austritt.
1 Steinkreuzstumpf (?).
Name: Mordstein (nach E. Kempe, Mulda, 1953). Die Grüne (Waldstück, auch Wüstungsname).
Vielleicht Stumpf eines steinernen Kreuzes mit regelmäßigen flächigen Formen, einem wenig ausladenden Fuß und einer Verbreiterung des oberen Teiles, die ebenso
wie die Anordnung der Reste der Inschrift auf ehemalige Kreuzform schließen lassen könnte. Sandstein.
Orientierung: Breitseiten O - W.
Reste einer Inschrift auf der nach Süden gerichteten Seite:
... beraubet vndt .. selbst ermo ... Thäter aber ... selbigen tag |
. hierauff Zu . .. auenstein Gericht . nd uffs .. word ... |
Sage:
Quellen und Literatur:
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