Deutschland Sachsen Weißeritzkreis

Bärenklause-Kautzsch


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Nord-Seite

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Süd-Seite

PLZ: 01731

GPS:

Standort: Westnordwestlich vom Ort, genau auf der Flurgrenze mit Babisnau, etwa 100m östlich eines "Gründels", auf der untersten Geländeterasse.

Größe / Material: 67:63:21 / Sandstein

Geschichte: Arme und Kopf gerade mit im Umriß gerundeten Kanten, Schaft zur Kreuzung zu verjüngend.
Nord-Seite eingeritzt:
Z B (= zu Bärenklause oder zu Babisnau)
d. 18. December / Anno 1750 (Datum der Hinrichtung)
Süd-Seite eingeritzt:
R H (= Rosine Heschel)
DECOLLATA (= Die Enthauptete)
Nach Staatsarchiv Dresden, Amtsgericht Dippoldiswalde Nr.121:
Acta Inquisitionis contra Rosina Heschelin ... de Anno 1750, war die 24jährige Magd aus Gombsen wegen Kindesmord hier an der Hinrichtungsstätte, dem Golich, durch das Schwert enthauptet worden. Das Kreuz, also kein Sühnekreuz, setzten vermutlich Eltern und Jugendfreunde. Wahrscheinlich ist die Hingerichtete hier begraben worden.
Alte Abschläge an den Armkanten und am Kopf. Da das Kreuz wiederholt umgeworfen worden war, wollte man es 1936 in den Park des ehemaligen Rittergutes Bärenklause versetzen. Endlich wurde es 1955 unter Leitung von Edgar Rudolph von Freitaler Natur- und Heimatfreunden nahe dem ursprünglichen Standort wieder aufgestellt.
Kuhfahl und andere führten das Steinkreuz unter Kleinkautzsch.

Sage: Die Angaben über den gleichzeitigen Tod des Vaters des begleitenden Pfarrers sind nachweislich sagenhaft.

Quellen und Literatur:
Kuhfahl, Dr. G.A. - Die alten Steinkreuze in Sachsen, 1928, Nr.121
Kuhfahl, Dr. G.A. - Die alten Steinkreuze in Sachsen, Nachtrag, 1936, Nr.133
Müller / Quietzsch - Steinkreuze und Kreuzsteine in Sachsen, Inventar Bezirk Dresden, 1977, S.138-141


Sühnekreuze & Mordsteine