Deutschland
Rheinland-Pfalz
Lkr. Südliche Weinstraße
Burrweiler
PLZ:
76835
GPS:
N 49° 15,212', O 8° 04,362'
Standort:
Am Friedhof, neben dem Parkplatz.
Größe / Material:
168:60:53 / Sandstein
Geschichte:
Der Bildstock stand früher im Bereich der
Straßeneinmündung nördlich des Geisberges am Rande eines Weinbergs. Am Parkplatz neben dem Friedhof hat er einen würdigen
neuen Standort gefunden.
Unterhalb der beschädigten Nische ist ein griechisches Kreuz in den Schaft gehauen. Die Formgebung des Bildstocks lässt
darauf schließen, dass er im Mittelalter entstanden ist.
Der alte Standort des Bildstocks lag im Bereich eines uralten Wegeknotens:
• Die alte Salzstraße führte von hier aus über den „Rotsteig“ an den Dreibuchen durch das Queichtal in Richtung Lothringen.
• Nach Nordwesten zu lässt sich eine Höhenstraße über Heldenstein, Taubensuhl, Johanniskreuz in Richtung Kaiserslautern vermuten.
• In östlicher Richtung führten die Wege weiter zum Rhein und nach Speyer.
• In nord-südlicher Richtung verlief entlang des Gebirgsfußes ein uralter Heerweg. (Wild 2004)
Sage:
1. Der Volksmund berichtet, daß hier ein General
begraben läge, der in der Schlacht am nahen Schänzel 1794 gefallen ist. (Weinmann 1973)
2. Die nach Westen führende Straße wird "Waltharistraße" genannt. Hier sollen
Walther von Aquitanien und Hildegunde entlang gezogen sein,
bevor es an der Wegelnburg im Wasgenwald zu der dramatischen Schlacht gegen den Nibelungenkönig Gunther kam.
Quellen und Literatur:
• recherchiert und bebildert von Rudolf Wild, Annweiler-Queichhambach
• Wild, Rudolf - Mit offenen Augen ... Kleindenkmale an der Südlichen Weinstraße, Landau 2004, S.51
• Weinmann, Fred - Steinkreuze und Bildstöcke in der Pfalz, 1973, S.13
• Wikipedia.org