Deutschland Rheinland-Pfalz Lkr. Südwestpfalz

Bobenthal

PLZ: 76891

GPS: N 49° 3.144', O 7° 52.808'

Standort: Im Sattel zwischen Probstberg und Bobenthaler Kopf.

Größe / Material: 90:43:39 / Sandstein

Geschichte: Der Rest eines Kreuzes oder Bildstocks wird hier "Löffelskreuz" genannt - der Name konnte bisher nicht gedeutet werden.
Die unten und oben fast quadratische Säule geht im Mittelteil in ein 40cm hohes Oktogon über, dessen Kanten ca. 16cm breit sind. Im Bereich der nahe gelegenen Dörfer 76889 Dörrenbach, 76887 Böllenborn und 76889 Vorderweidenthal gibt es ähnliche Säulen, die dort als "Bild" bezeichnet werden. Ähnliche Säulen werden in Thüringen "Dockensteine" genannt.

Sage: Der Ritter von Drachenfels hatte in den Jahren um 1435 den 1427 mit dem Abt von Weißenburg geschlossenen Frieden gebrochen und behinderte die Flößerei auf der Lauter, indem er die Flößer verjagte oder gefangen nahm.
Als ein Conventsherr der Abtei Weißenburg, Herr von Gundelfingen, von einer Vergleichsverhandlung wieder heimwärts ritt, wurde er ermordet. Das Kreuz soll an diesen Mord erinnern.
Gesteinstrümmer, die um den Stein herum lagen, sollen von frommen Menschen zur Buße und Sühne vom Tal herauf getragen worden sein.

Quellen und Literatur:
Nagel, Albert - Der Kriminalfall des Mathis Scherer, in: Rheinpfalz Art vom 13.12.2008, S.7
recherchiert und bebildert von Rudolf Wild, Annweiler-Queichhambach


Sühnekreuze & Mordsteine