Österreich
Salzburger Land
Bezirk Zell am See
Rauris
Abbildung bei Paul (1975) |
PLZ:
A-5661
GPS:
N 47° 16,099', O 12° 58,822'
Standort:
Bei Landsteg gabelt die Straße nach Eschenau und überquert die
Rauriser Ache. 100m hinter der Brücke steht rechts Kreuz aus glimmerreichem Granit.
Größe / Material:
120:?:? / Granit
Geschichte:
Der bei Paul (1975) noch als abgebrochen beschriebene rechte Querbalken
ist mittlerweile wieder angefügt worden.
Es trägt die Jahreszahl 1550, darunter ist ein Kreuz eingemeißelt. Unter dem Kreuz eine zweite Jahreszahl 1853. Der rechte Querbalken ist
abgebrochen. Dieses Kreuz wird auch als Grenzkreuz bezeichnet.
Rauris war im 16. Jh. ein durch Goldbau reicher Ort, der sich gerne als "Markt" bezeichnete und seit dem 14.Jh. ein eigenes Landgericht unterhielt, ohne je dazu
ermächtigt gewesen zu sein. 1565 wurde Rauris die Markteigenschaft laut Urkunden ausdrücklich aberkannt. Möglicherweise haben die Rauriser, in ihren
selbstangemaßten Rechten bedroht, 1550 diesen "Grenzstein" als Hoheitszeichen errichtet.
Rauris wurde erst 1884 lege artis zum Markt erhoben. Die Bedeutung der Jahreszahl 1853 konnte nicht geklärt werden. (Paul 1975)
Sage:
Der Legende nach soll ein Percht darunter begraben sein. Wer im Perchtengewand mit
Teufelsmaske starb, wurde nicht in geweihter Erde begraben. (Adrian: Salzburger Sitt' und Brauch)
Quellen und Literatur:
• Paul, Ada - Steinkreuze und Kreuzsteine in Österreich, 1975, Nr.50
• Paul, Ada - Steinkreuze und Kreuzsteine in Österreich, Nachtrag 1988, Nr.26 (Salzburg)
• recherchiert und bebildert von Nicole Helmhart & Bernhard Eder, Maishofen