Deutschland Nordrhein-Westfalen Lkr. Coesfeld

Olfen (I)

PLZ: 59399

GPS:

Standort: Straßenbezeichnung "Vinnumer Landweg" zwischen Olfen und Vinnum, 300m vor dem Anwesen Budde auf der rechten Straßenseite (direkt neben dem dazwischenliegenden Wäldchen). Entfernung vom Straßenrand: ca. 5m.

Größe / Material: 76:85:16 / Sandstein

Geschichte: Das um ca. 20° nach vorn geneigte Steinkreuz trägt folgende Inschrift:
Bede ein Vaderunser und ave Maria
für den, der hier gestorben ist
Das Kreuz war schon einmal umgefallen und ist wieder aufgerichtet worden. Es hat unten eine wulstartige Verdickung, mit der es in die Erde eingelassen ist. Die Balkenenden sind etwas geschweift.
Die alte Frau Westermann auf dem Hof Westermann in der Bauernschaft Sülsen erzählt, dort sei ihr Großvater am Schlaganfall gestorben. (Brockpähler 1963)

Sage:

Quellen und Literatur:
Brockpähler, Wilhelm - Steinkreuze in Westfalen, 1963, S.21
recherchiert und bebildert von Benno Lux, Lünne



Olfen (II)

GPS:

Standort: An der "Borker Straße" vor Haus-Nr. 43, zwischen Vinnum und Bork.

Größe / Material: 140:97:19 (ohne Sockel) / Kunststein

Geschichte: Auf einem Sockel: H 71, B 45, T 32cm. Die Farbe der Inschrift blättert sehr stark ab. Ansonsten wie Brockpähler beschrieben.

An der Straße Vinnum-Bork, beim Kilometerstein 4,1 steht ein Steinkreuz von etwa 1,30m Höhe auf einem 80cm hohen Sockel. Es trägt die Inschrift:
Louise Kortmann      geb. 8. Dezbr. 1844
vom Blitz erschlagen      d. 27. Aug. 1866

Auf dem Sockel steht:
Was einst für dich, o Mensch
Auf Golgatha geschehen
Das kannst du auch allhier
An diesem Bilde sehen.
Es starb aus Lieb für dich
Dein Gott, das höchste Gut
Und tilgte deine Schuld
Mit seinem eigenen Blut.
Nach der Auskunft von Bauer Kortmann ist die Tochter des Hauses vom Blitz getroffen worden, als sie mit der Sense auf der Schulter von der Heuwiese kam. (Brockpähler 1963)

Sage:

Quellen und Literatur:
Brockpähler, Wilhelm - Steinkreuze in Westfalen, 1963, S.21
recherchiert und bebildert von Benno Lux, Lünne



Olfen (III)

GPS:

Standort: Beschilderter Abzweig "Lehmhegge" (nach links) von der B 235 Lüdinghausen - Datteln, nach 50m auf der linken Seite in der Straßenbiegung der Lehmhegge im Wald, ca. 5m von der Straße entfernt, ca. 300m nördlich des Hotels "Rauschenburg".

Größe / Material: Sandstein

Geschichte: Es ist nur noch Sockel des Steinkreuzes vorhanden. Sockelmaße: H 50, B 36, T 31cm, zementiert auf Untersockel H 25cm, aus Ziegelsteinen gemauert, mit Verputz.
Die Aussparung zur Befestigung des ehemaligen Kreuzes ist 10x7,5cm groß, wurde mit passendem Stein verschlossen. Das Wanderzeichen lt. Brockpähler ist verschwunden.

An der Straße nach Datteln, etwa 150m vor der Rauschenburg, stand früher links hinter dem Graben am Waldrand ein kleines Steinkreuz. Hier ist ein Mann namens Kuhlmann beim Baumfällen verunglückt. Seit etwa 30 Jahren ist das Kreuz verschwunden, doch steht der 80cm hohe Sockel noch am alten Platze und trägt heute das Andreaskreuz der Wanderstrecke 14, die hier vorbeiführt. (Brockpähler 1963)

Die bei Brockpähler unter Olfen (I) genannte Frau Westermann hatte ca. 1 Jahr vor dem Unfall des Kuhlmann ein Vorgesicht (Vorahnung) und den Toten an der bezeichneten Stelle im Wald liegen gesehen, mit einer Kerze beleuchtet. Frau Westermann ist im Dez. 2005 verstorben.

Sage:

Quellen und Literatur:
Brockpähler, Wilhelm - Steinkreuze in Westfalen, 1963, S.22
recherchiert und bebildert von Benno Lux, Lünne


Sühnekreuze & Mordsteine