Deutschland Niedersachsen Lkr. Region Hannover

verschwundesnes SteinkreuzEldagsen (I) / OT von Springe


Zeichnung bei
Hoffmann (1935)

PLZ: 31832

GPS:

Standort:

Größe / Material: 114:62:22 / Sandstein

Geschichte: Benennung: "Alexanderstein"; "Schäferstein". Der Scheibenkreuzstein wurde im Frühsommer 1981 gtohlen.

Im Gallfeld an der Straße von Alferde nach Eldagsen. Nach Dobbertin (1983), Eldagsen, soll das Alexanderkreuz unweit des Kreuzkampes fast genau auf dem Platz des früheren Galgens der Stadt Eldagsen gestanden haben. Im Frühsommer 1981 ist das Scheibenkreuz von seinem Sockel abgebrochen und gestohlen worden. '
Das Alexanderkreuz ist so stark verwittert und beschädigt, daß die Scheibe eine unsymmetrische ovale Form hat. Das Kreuz sitzt auf vertieftem Grund und geht nahtlos in den keilförmig sich verbreiternden Schaft des Scheibenkreuzes über. Auf der Vorderseite sitzen im Schaft zwei untergeordnete Scheibenkreuze. Das linke ist zur Hälfte beschädigt. Das Alexanderkreuz entspricht in seiner Form dem an der Südwestseite der Alexanderkirche in Eldagsen eingemauerten, besser erhaltenen Scheibenkreuz. Der Name „Alexanderkreuz" wird sich vermutlich auf die Alexander-Kirche in Eldagsen beziehen. (Müller / Baumann 1988)

   Rechts an der Landstraße von Eldagsen nach Alferde zwischen km 10,8 und 10,9 ist der aus dem benachbarten Felde stammende, allgemein "Alexanderstein" genannte scheibenförmige Kreuzstein T.IX, 60 aufgestellt. Er trägt auf beiden Seiten ein gleicharmiges Kreuz mit vertieftem Grunde. Auf der Ostseite des Steines sind unter dem Hauptkreuze noch Spuren eines kleinen ebenso hergestellten Kreuzes zu erkennen. Der Stein ist, hauptsächlich oben, sehr beschädigt und verwittert.
   Sage: Ein Glockengießer meister, der die Eldagser Kirchenglocke nicht ausbessern konnte, soll seinen Lehrling, der das Werk vollbracht hatte, aus Eifersucht im Zorn erschlagen haben. (Hoffmann 1935)

Sage: 1. Ein Glockengießermeister, der eine Glocke nicht reparieren kann, sticht aus Eifersucht seinen Gesellen nieder, dem die Reparatur gelungen ist. (Hoffmann 1935)
2. Der Glockengießergeselle Alexander zerschlägt entgegen dem Gebot des Meisters den Mantel einer neu gegossenen Glocke. Der Meister ersticht / erschlägt den Gesellen im Zorn. (Viebrock 1910)
3. Zwei Schafherden gerieten ineinander. Da es nicht gelang, sie zu trennen, schlugen sich die beiden Schäfer mit ihren Stöcken. Beide starben dabei. Der Stein sollte deshalb auch "Schäferstein" geheißen haben.

Quellen und Literatur:
Viebrock, H. - Kreuzsteine in Niedersachsen II, in: Niedersachsen, 15.Jg., Bremen 1910, Nr.24, S.431
Hoffmann, Adolf - Die mittelalterlichen Steinkreuze, Kreuz- und Denksteine in Niedersachsen, 1935, S.4, 26
Müller / Baumann - Kreuzsteine und Steinkreuze in Niedersachsen, Bremen und Hamburg, 1988, Nr.3824.8 (aktuelle Aufnahme)
Dobbertin, H. Kreuzsteine in Eldagsen und seiner Umgebung: Das Original war sagenumwoben, in: Neue Deister Zeitung, Springe 30.07.1983
recherchiert und bebildert von Hartmut Blaszczyk, Einbeck



Eldagsen (II) / OT von Springe

GPS: N 52° 10,228', O 9° 40,897'

Standort: An der Strasse von Alferde nach Eldagsen im sog. Gallfeld.

Größe / Material: 114:62:22 / Sandstein

Geschichte: Ersatzstein für den gestohlenen "Alexanderstein". Der Stein zeigt ein erhabenes Kreuz mit nach aussen breiter werdenden Armen. Der untere Längsbalken geht nahtlos in den sich verbreiternden Schaft über. Auf diesem Schaft sind zwei kleine Scheibenkreuze eingetieft.

Nachdem im Frühsommer 1981 der Alexanderstein gestohlen worden war, ist auf die Initiative von Helmut Nowak, Altenhagen, und in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund Niedersachsen e.V. und dem Landkreis Hannover es gelungen, am 23.Juli 1983 auf dem Sockel des abgebrochenen und gestohlenen Alexandersteines ein Ersatzstück aufzustellen. Der neue Alexanderstein ist nach den Maßen des gestohlenen von dem Bildhauermeister Roland März, Altenhagen, aus einer Sandsteinplatte gearbeitet worden, die aus dem Altenhagener Steinbruch stammt. Die Rückseite des neuen Denkmales trägt die zusätzliche Inschrift Erneuerung 1983. (Müller / Baumann 1988)

Sage:

Quellen und Literatur:
Müller / Baumann - Kreuzsteine und Steinkreuze in Niedersachsen, Bremen und Hamburg, 1988, Nr.3824.8a
recherchiert und bebildert von Hartmut Blaszczyk, Einbeck (Foto von Juni 1992)



Eldagsen (III) / OT von Springe


Abbildung bei
Müller / Baumann
(1988)

Zeichnung bei
Hoffmann (1935)

GPS: N 52° 10,306', O 9° 39,592'

Standort: Im Sockelbereich der Aussenwand der St.Alexandri-Kirche eingemauert.

Größe / Material: 86:61:? / Sandstein

Geschichte: Scheibenkreuz (vermutlich Scheibenkreuz-Grabstein, der aus der nächsten Umgebung von einem alten Friedhof stammte und etwa um die Mitte des 14.Jahrhunderts beim Bau der Kirchen-Südfront Verwendung fand).
Die Scheibe besitzt ein starkes Relief (H: 4cm) eines leicht längsorientierten Tatzenkreuzes dessen Längsbalken unten bis auf die Schaftfläche des Scheibenkreuzes, hinabreicht. Die Eden vom Kopf und Querbalken sind gerundet, das breitere Längsbalkenende dagegen ist eingezogen. Trotz der rippenartigen Auswitterungen ist, vom Kreuzungsfeld abwärts, deutlich die Kontur einer Axt erkennbar. Am Schaftende, dicht unterhalb des Kreuzreliefs, befinden sich nebeneinander zwei eingetiefte Kreisfelder (ø 15cm) und erhaben darin je ein gleicharmiges Tatzenkreuz. (Müller / Baumann 1988)

   Über den im Außenmauerwerk der Kirche in Eldagsen dicht über dem Erdboden eingefügten Kreuzstein T. XXV, 61 war nichts zu erfahren. (Hoffmann 1935)

Sage:

Quellen und Literatur:
Hoffmann, Adolf - Die mittelalterlichen Steinkreuze, Kreuz- und Denksteine in Niedersachsen, 1935, S.4, 26
Müller / Baumann - Kreuzsteine und Steinkreuze in Niedersachsen, Bremen und Hamburg, 1988, Nr.3823.1
recherchiert und bebildert von Hartmut Blaszczyk, Einbeck (Foto von September 1995)


Sühnekreuze & Mordsteine