Deutschland Hessen Vogelsbergkreis

Stockhausen


Abbildung bei
Riebeling (1977)

Abbildung bei
Frölich (1950)

PLZ: 36358

GPS: N 50° 33.071', O 9° 27.862'

Standort: An der Straße Blankenau - Stockhausen.

Größe / Material: 97:88:30-34 / roter Sandstein

Geschichte: Das Steinkreuz heißt im Volksmund "Kreppelstein". Auf der Vorderseite steht ein gerilltes Schwert als Flachrelief mit rundem Knauf und gebogener Pariestange.

Sage: 1. In Stockhausen soll früher ein Mönchskloster, in Blankenau ein Nonnenkloster gewesen sein. Beide waren durch einen unterirdischen Gang verbunden. Frevelhafterweise benutzte diesen Gang ein Stockhausener Mönch, um sich mit einer Blankenauer Nonne heimlich zu treffen. Eines Tages kam ihm der Teufel zuvor, aus Zorn erstach sich der Mönch an der Leiche der Nonne. Diese Stelle heißt heute noch der "Zweiflungsgraben".
2. Zwei Brüder waren einst beim Mähen, ihre Morgenmahlzeit bestand aus Kräppeln. Eine blieb übrig, darüber kam es zum Streit, wobei einer der Brüder getötet wurde. Er liegt unter dem Kreuz, dem Kräppelstein, begraben.
3. Ein Pfarrer aus Blankenau habe einen Bettler wegen eines Kreppels verfolgt und im Verlaufe eines Streits getötet.

Quellen und Literatur:
Frölich, Karl - Das Rätsel der Steinkreuze, in: Nachrichten der Gießener Hochschulgesellschaft, 19. Band, 1950, S.58-71
Stein, Ferdinand - Steinkreuze an der Grenze der Kreise Fulda, Lauterbach und Hersfeld, in: Buchenblätter, Nr.16 vom 7.August 1971, S.61-62
Riebeling, Heinrich - Steinkreuze und Kreuzsteine in Hessen, 1977, Nr.5422.1
aktuelle Aufnahme von Armin Sopp (Foto von April 2008)


Sühnekreuze & Mordsteine