Deutschland Baden-Württemberg Enzkreis

Wurmberg (I)


Zeichnung von
Bossert (1937)

PLZ: 75449

GPS:

Standort: Im Gewann "Kreuzäcker", zwischen Wurmberg und Wimsheim.

Größe / Material: 125:70:20 / roter Sandstein

Geschichte: In den 1980er Jahren neu errichtet. Das Gewann "Kreuzäcker" (Bez. bei Bossert 1937) ist im Rathaus nicht bekannt, auch nicht dem ältesten Mitarbeiter. In einer älteren Ortschronik taucht der Name auf, wird aber in der Liste der Gewannamen nicht aufgelistet. Nach Losch (1981) steht die Sage in Zusammenhang mit dem Steinkreuz Pforzheim (II).

Zur Restaurierung sichergestellt. Früher an der alten Pforzheimer Straße, am Ortsende. Etwa zwischen 1950 und 1960 mit Erde zugedeckt, aber 1978 wieder ausgegraben. Zur Neuaufstellung in der Nähe des früheren Standorts vorgesehen. Flurnamen: "Steinernes Kreuz", "Im steinernen Kreuz", "Beim steinernen Kreuz". Kopf fehlt. Schaft durchgebrochen. Form: Vermutlich gleichmäßig. Datierung: ca. 15./16.Jh. (Losch 1981)

Am Fuß hinuntergezogene einwölbige oder konkave Winkelstützen finden sich bei den Steinkreuzen von Wurmberg Krs. Vaihingen [...] (Losch 1968)

Sage: 1. Zwei Kriegsleute kamen im Streit ums Leben. Der eine starb an der alten Pforzheimer Straße (unterhalb von Wurmberg)... Der andere... schleppte sich noch auf die Höhe ... Ihm wurde das... Kreuz gesetzt.
2. Zwei Metzger sollen sich hier "he gmacht“ haben. (Losch 1981)
3. Gedenkstein eines Wandergesellen, der zur Zeit des Mittelalters von einem andern schwer verwundet, und hier tot aufgefunden wurde -; aber auch der andere Bursche blieb, drunten an der alten Wurmbergerstraße, liegen. 1200m von diesem Stein entfernt stand dessen Gedenkstein. Der Gewannteil heisst "Steinern Kreuz". Es soll ein Webergeselle und ein Metzgerbursche gewesen sein. (Bossert 1937)

Quellen und Literatur:
Bossert, Gustav - Aus Horb a.N. und Umgebung, Horb 1936
priv. Aufzeichnungen von Gustav Bossert, Bossert aus Wimsheim, 1937
Losch, Bernhard - Steinkreuze in Südwestdeutschland, 1968, S.39
Losch, Bernhard - Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg, Stuttgart 1981, S.212
recherchiert und bebildert von Andreas Wochele, Mönsheim (Foto von September 2010)



Wurmberg (II)


Abbildung bei
Losch (1987)

GPS:

Standort: An der Straße "Im Steinernen Kreuz" (Eingezeuntes Pumpenhäuschen).

Größe / Material: 73:82:16 / Sandstein

Geschichte: Im Hof des Gebäudes Hofstädtstraße 17. Bei einer Keller-Entrümpelung wurde das Kreuz auf den Müllplatz geworfen; dort wurde es entdeckt und sichergestellt.
Kopf fehlt. Form: Langbalkig. Zeichen: Große Pflugschar in der Kreuzmitte, nach oben gerichtet; die Spitze reichte in den Kopf und fehlt daher. Datierung: ca. 17.Jh. (Losch 1987)

Sage:

Quellen und Literatur:
Losch, Bernhard und Lina / Meier, Günter - Steinkreuze in Baden-Württemberg, Nachtrag zum Inventarband von 1981, 1987, S.262-263
recherchiert und bebildert von Andreas Wochele, Mönsheim (Foto von September 2010)


Sühnekreuze & Mordsteine