Deutschland
Baden-Württemberg
Alb-Donau-Kreis
Westerheim
anderer Blickwinkel |
PLZ:
72589
GPS:
N 48° 32,197', O 9° 36,148'
Standort:
Ca. 2,5km nordwestlich vom Ort am Mühlweg, an einer Wegkreuzung im Wald.
Größe / Material:
105:88:30 / Kalktuff
Geschichte:
Benennung: "Schwedenkreuz". Form: Kräftig. Kopfhöhe stark. Längsbalkenansicht
leicht betont. Die Maße der Armlängen differieren. Datierung: ca. 15./16.Jh. (Losch 1981)
Kreuz an der Straße von Wiesensteig nach Westerheim, wo ein Feldweg abzweigt und zum Filsursprung führt im sog. Ackertal auf einer Waldwiese neben dem
Feldweg bei km 24,8; das Kreuz aus Tuffstein mit rechtwinkligen Balken ist bis an die Querbalken eingesunken, 0,65m hoch, 0,90m breit, 0,30m stark. In dem senkrechten Balken ist ein
Kreuz eingemeißelt. Sage: in der teuren Zeit sind zwei Handwerksburschen wegen einer maus in Streit geraten, wobei der eine Handwerksbursche den andern tötete. (Mitteilg. von Kreisbaurat
Vatter). Dieses Kreuz hat als Markungskreuz gedient. (Ernst 1934)
Sage:
Zwei Handwerksburschen sollen sich "in der teuren Zeit" wegen einer Maus gestritten und
gegenseitig erschlagen haben; beide sollen unter dem Stein begraben sein.
Quellen und Literatur:
• Nägele, Anton - Über Kreuzsteine in Württemberg und ihre Bedeutung, in: Württemberisches
Jahrbuch für Statistik 1913, S.418
• Ernst, Max - Alte Steinkreuze in der Umgebung Ulms, in: Mitteilungen des Vereins für
Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben, Heft 29, 1934, S.48-49
• Losch, Bernhard - Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg, Stuttgart 1981
• recherchiert und bebildert von Bernd Eichenauer, Stuttgart