Deutschland Baden-Württemberg Lkr. Esslingen

Plattenhardt (I - V) / OT von Filderstadt
Zur Einzelansicht die Steinkreuze anklicken.

Plattenhardt I Plattenhardt II Plattenhardt III Plattenhardt IV Plattenhardt V

Abbildung bei
Losch (1980)

PLZ: 70794

GPS: N 48° 39,524', O 9° 12,122'

Standort: An der alten Straße nach Bernhausen, ca. 600m nordöstlich der Ortsmitte, in der "Mörikestraße".

Geschichte: Von den einst sechs oder sieben Sühnekreuzen sind nur noch fünf erhalten, von dreien gar nur noch der Stumpf. Die Kreuze sind in den 1960er Jahren an dieser Stelle neu aufgestellt worden. Sie stammen aus dem 15. oder 16.Jahrhundert. [...] (Kapff / Wolf 2000)

An der alten Straße nach Bernhausen, ca. 600m nordöstlich der Ortsmitte; Steindenkmalstätte unter einer Linde. In den sechziger Jahren wurden die Kreuze bzw. Torsi im Halbkreis um eine junge Linde neu aufgestellt, und zwar an der selben Stelle, an der früher sechs bis acht Steinkreuze unter einer alten Linde standen. (Losch 1980)

Sechs bis acht steinerne Kreuze sollen früher bei Plattenhardt Krs. Esslingen gestanden sein, drei erhaltene sowie die Reste zweier weiterer Kreuze konnten für eine Neuaufstellung noch geborgen werden. [...]
In diesen Zusammenhang gehören auch Äußerungen, die dem Steinkreuz übernatürliche Kräfte zuschreiben: man suchte bei ihm Hilfe gegen Krankheit und Seuchen; vom Steinkreuz abgekratztes Steinmehl wurde als Heilmittel verwendet. [...] Nur selten kann man darüber heute noch etwas hören, aber viele Kreuze tragen sichtbare Spuren der ihnen beigemessenen Heilkraft: kleine runde Vertiefungen, in denen das Steinpulver ausgeschabt wurde. Meistens befinden sich die Aushöhlungen auf der Ansichtsfläche der Kreuze, aber häufig auch auf der Oberseite von Kopf und Armen; eine ganze Reihe von Kreuzen weist gleich mehrere solcher Schabstellen auf (Plattenhardt, Krs. Esslingen, Melchingen Krs. Hechingen) Teilweise finden sich auch künstliche Rillen auf Steinkreuzen, die dem gleichen Zweck wie die runden Vertiefungen ihre Entstehung verdanken mögen (Tüngental Krs. Schwäbisch Hall, Lampenhain Krs. Heidelberg). (Losch 1968)

Sage: 1. Beim Heimreiten vom Turnier sollen sechs Brüder, Söhne des Schloßherrn von Plattenhardt, in Streit geraten sein und sich mit ihren Schwertern umgebracht haben.
2. Sieben Söhne eines Ritters, die von einer Fehde heimkehrten, haben sich gegenseitig erschlagen.
3. Eine dritte Version berichtet von einem Streit zwischen Bernhauser und Plattenhardter Burschen um ein Mädchen, das auf dem Heimweg von der Spinnstube war. Sechs Burschen und der Plattenhardter Pfarrer, der schlichten wollte, seien dabei erstochen worden. (Losch 1980)

Quellen und Literatur:
Losch, Bernhard - Steinkreuze in Südwestdeutschland, 1968, S.19, 109, 114
Losch, Bernhard - Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg, Stuttgart 1981, S.17, 22
Kapff, Dieter / Wolf, Reinhard - Steinkreuze, Grenzsteine, Wegweiser, Kleindenkmale in Baden-Württemberg, hrgg. vom Schwäbischen Heimatbund, 2000, S.111
aktuelle Aufnahmen von Thomas Schnepf, Reutlingen (Fotos vom 14.02.2011)



Plattenhardt (I) / OT von Filderstadt
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Größe / Material: 130:90:28

Geschichte: Beim großen Kreuz (I) Vertiefungen auf den Außenflächen; auf dem Kopf ein eingekerbtes Kreuzzeichen, jedoch stark ausgewaschen.
Form: Tendenz: breit im Längsbalken, lang im Querbalken; Armlänge differiert leicht; am Schaftende auf der einen Seite auslaufender Fuß sichtbar.
Datierung: ca. 15./16.Jh. (Losch 1980)

Sage: siehe oben

Quellen und Literatur:
Losch, Bernhard - Steinkreuze in Südwestdeutschland, 1968, S.19, 109, 114
Losch, Bernhard - Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg, Stuttgart 1981, S.17, 22
Kapff, Dieter / Wolf, Reinhard - Steinkreuze, Grenzsteine, Wegweiser, Kleindenkmale in Baden-Württemberg, hrgg. vom Schwäbischen Heimatbund, 2000, S.111



Plattenhardt (II) / OT von Filderstadt
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Größe / Material: 90:62:29

Geschichte: Auch beim mittleren Kreuz (II) auf dem Kopf ein ausgewaschenes Kreuzzeichen. Einseitig Bearbeitungsspuren; Schrammen im unteren Teil des Schafts. Der zerbrochen gewesene Schaft ist mit Zement restauriert.
Form: wuchtig, mit breitem Längsbalken, leichter Schaftverbreiterung und kaum unterschiedlicher Armlänge.
Inschrift: Vertiefungen bei (II) könnten von einer Jahreszahl herrühren.
Datierung: ca. 15./16.Jh. (Losch 1980)

Sage: siehe oben

Quellen und Literatur:
Losch, Bernhard - Steinkreuze in Südwestdeutschland, 1968, S.19, 109, 114
Losch, Bernhard - Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg, Stuttgart 1981, S.17, 22
Kapff, Dieter / Wolf, Reinhard - Steinkreuze, Grenzsteine, Wegweiser, Kleindenkmale in Baden-Württemberg, hrgg. vom Schwäbischen Heimatbund, 2000, S.111



Plattenhardt (III) / OT von Filderstadt
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Größe / Material: 40:50:25

Geschichte: Das kleine Kreuz (III) ist bis über die untere Querbalkenhälfte eingesunken; Kopfbalken einseitig leicht beschädigt.
Form: soweit erhalten und sichtbar: der nach oben verschmälerte Kopf schwingt über ausgerundete Winkel zum Querbalken.
Datierung: ca. 16.Jh. (Losch 1980)

Sage: siehe oben

Quellen und Literatur:
Losch, Bernhard - Steinkreuze in Südwestdeutschland, 1968, S.19, 109, 114
Losch, Bernhard - Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg, Stuttgart 1981, S.17, 22
Kapff, Dieter / Wolf, Reinhard - Steinkreuze, Grenzsteine, Wegweiser, Kleindenkmale in Baden-Württemberg, hrgg. vom Schwäbischen Heimatbund, 2000, S.111



Plattenhardt (IV) / OT von Filderstadt
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Größe / Material:

Geschichte: Von zwei weiteren Kreuzen (IV, V) sind nur noch die Längsbalken erhalten. (Losch 1980)

Sage: siehe oben

Quellen und Literatur:
Losch, Bernhard - Steinkreuze in Südwestdeutschland, 1968, S.19, 109, 114
Losch, Bernhard - Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg, Stuttgart 1981, S.17, 22
Kapff, Dieter / Wolf, Reinhard - Steinkreuze, Grenzsteine, Wegweiser, Kleindenkmale in Baden-Württemberg, hrgg. vom Schwäbischen Heimatbund, 2000, S.111



Plattenhardt (V) / OT von Filderstadt
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Größe / Material:

Geschichte: Von zwei weiteren Kreuzen (IV, V) sind nur noch die Längsbalken erhalten. (Losch 1980)

Sage: siehe oben

Quellen und Literatur:
Losch, Bernhard - Steinkreuze in Südwestdeutschland, 1968, S.19, 109, 114
Losch, Bernhard - Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg, Stuttgart 1981, S.17, 22
Kapff, Dieter / Wolf, Reinhard - Steinkreuze, Grenzsteine, Wegweiser, Kleindenkmale in Baden-Württemberg, hrgg. vom Schwäbischen Heimatbund, 2000, S.111


Sühnekreuze & Mordsteine