Deutschland Baden-Württemberg Lkr. Schwäbisch Hall

Honhardt (I / II) / OT von Frankenhardt
Zur Einzelansicht die Steinkreuze anklicken.

Honhardt I Honhardt II

PLZ: 74586

GPS: N 49° 4,173', O 10° 2,454'

Standort: Im Ortskern (Kirche, Schloss) von Honhardt von der Hardtstraße abzweigen in die "Steinbacher Straße" / "Ostweg" in Richtung Appensee. Die beiden Kreuze stehen direkt an der Straßengabelung vor dem Gartenzaun des Grundstücks "Ostweg 1".

Geschichte: Bei Kraiss / Reuter / Losch (2001) ist für Honhardt I und II die Höhe mit je 113cm angegeben (wahrscheinlich ungeprüft übernommen von Losch 1981), obwohl aus der Abbildung schon ein unübersehbarer Höhenunterschied hervorgeht.

In der Literatur wird angeführt, dass es ehemals vier Kreuze waren. Auf einem davon soll ein Schuhleisten und auf einem anderen die Eingravierung "DM" zu sehen gewesen sein. (Kraiss / Reuter / Losch 2001)

Zwei weitere Kreuze, die bei den noch vorhandenen standen, sind nach 1930 verschwunden. Zeichen: Ein Schuhleisten soll auf einem der ehemals vier vorhandenen Kreuze zu sehen gewesen sein. Eines dieser Kreuze soll die Eingravierung "DM" gezeigt haben. (Losch 1981)

   Am Ende des Dorfes Hohnhardt stehen 4 Kreuze. Das eine zeigt noch die Anfangsbuchstaben D.M., Antiquabuchstaben, die nach Hertleins Beobachtung nur leicht eingeritzt sind, deshalb vielleicht nicht als ursprünglich anzusehen sind, jedenfalls erst nach 1536 eingemeißelt wurden. Ein Schuhleisten soll auf dem einen der Hohnhardter Kreuze einst zu sehen gewesen sein. (Nägele 1913)

   Ein Schuhleisten soll auf einem der Kreuze am Rand von Hohnhardt O.A. Crailsheim, zu sehen gewesen sein [...] (Hertlein (1904)

Sage: Für gefallene Soldaten errichtet.

Quellen und Literatur:
Hertlein, Friedrich - Steinkreuze [Schwarzwald], in: Aus dem Schwarzwald, Blätter des Württembergischen Schwarzwaldvereins, 12, 1904, S.224
Nägele, Anton - Über Kreuzsteine in Württemberg und ihre Bedeutung, in: Württemberisches Jahrbuch für Statistik 1913, S.383b, 392a, 418a
Losch, Bernhard - Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg, Stuttgart 1981
Kraiss, Eva Maria / Reuter, Marion / Losch, Bernhard - ...und erschlugen sich um ein Stücklein Brot - Sühnekreuze in den Landkreisen Schwäbisch Hall und Hohenlohe, Herausgeber: Isabella Fehle im Swiridoff Verlag, 2001
recherchiert und bebildert von Peter Hartig, Kirchberg/Jagst (Fotos vom 5.September 2008)



Honhardt (I) / OT von Frankenhardt
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Größe / Material: 120:35-36:31 / Sandstein

Geschichte: Das Kreuz wurde zusammen mit dem Kreuz Honhardt II "vor einigen Jahren" neu aufgestellt. Die Frontseite ist nach SWW ausgerichtet. Im Kreuzungsbereich ist das Kreuz in der Tiefe auffallend verdickt. Der linke / nördliche Arm fehlt ganz, der rechte ist nur noch ein kurzer Stummel. Im Verhältnis zum Schaft scheint der Kopf auch im unbeschädigten Zustand wesentlich schmaler gewesen zu sein. Der Kopf ist nach links schräg abgebrochen und fehlt auf der Rückseite (O) zur Hälfte. Alle Seiten sind recht glatt bearbeitet und haben dies auch über die Jahrhunderte relativ gut bewahrt, nur auf der Rückseite des Schafts befindet sich eine etwa 12cm Durchmesser und ca. 3cm tiefe messende Auswitterung. Datierung: ca. Ende 15./16.Jh. (Kraiss / Reuter / Losch 2001)

Beim linken Kreuz fehlt der linke Arm ganz, der rechte größtenteils. Form: schmaler Kopf und breiter Schaft; außergewöhnliches Tiefenmaß. (Losch 1981)

Sage: Für gefallene Soldaten errichtet.

Quellen und Literatur:
Hertlein, Friedrich - Steinkreuze [Schwarzwald], in: Aus dem Schwarzwald, Blätter des Württembergischen Schwarzwaldvereins, 12, 1904, S.224
Nägele, Anton - Über Kreuzsteine in Württemberg und ihre Bedeutung, in: Württemberisches Jahrbuch für Statistik 1913, S.383b, 392a, 418a
Losch, Bernhard - Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg, Stuttgart 1981
Kraiss, Eva Maria / Reuter, Marion / Losch, Bernhard - ...und erschlugen sich um ein Stücklein Brot - Sühnekreuze in den Landkreisen Schwäbisch Hall und Hohenlohe, Herausgeber: Isabella Fehle im Swiridoff Verlag, 2001



Honhardt (II) / OT von Frankenhardt
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Größe / Material: 81:49:25-28 / Sandstein

Geschichte: Es ist anzunehmen, dass das Kreuz bei der Neuaufstellung um 180° gedreht wurde. Losch (1981) beschreibt es als rechtsstehend und rechter Arm weggebrochen. Das trifft bei der jetzigen Situation nicht mehr zu.

Die Frontseite ist nach SWW ausgerichtet. Im Kreuzungsbereich ist das Kreuz in der Tiefe etwas verdickt. Der linke/nördliche Arm fehlt ganz, der rechte weist unten und vorn (W) Abschläge auf. Der untere Armwinkel ist leicht gerundet, der obere Winkel zum Kopf hin dagegen scharf rechtwinklig. Das Kopfende ist rundlich abgestoßen und die vordere Kante herausgebrochen. Datierung: ca. Ende 15./16.Jh. (Kraiss / Reuter / Losch 2001)

Beim rechten Kreuz ist der rechte Arm ganz weggebrochen. Breitflächig. (Losch 1981)

Sage: Für gefallene Soldaten errichtet.

Quellen und Literatur:
Hertlein, Friedrich - Steinkreuze [Schwarzwald], in: Aus dem Schwarzwald, Blätter des Württembergischen Schwarzwaldvereins, 12, 1904, S.224
Nägele, Anton - Über Kreuzsteine in Württemberg und ihre Bedeutung, in: Württemberisches Jahrbuch für Statistik 1913, S.383b, 392a, 418a
Losch, Bernhard - Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg, Stuttgart 1981
Kraiss, Eva Maria / Reuter, Marion / Losch, Bernhard - ...und erschlugen sich um ein Stücklein Brot - Sühnekreuze in den Landkreisen Schwäbisch Hall und Hohenlohe, Herausgeber: Isabella Fehle im Swiridoff Verlag, 2001



Honhardt (III) / OT von Frankenhardt


Abbildung bei
Losch (1981)

GPS: N 49° 3,885', O 10° 2,279'

Standort: In Honhardt auf der "Hardtstraße" aus dem Ort hinaus in Richtung Sandhof fahren. Unmittelbar nach der Ortstafel in Sandhof rechts (nach Norden) in den Feldweg einbiegen und geradeaus bis zur Hangkante gehen. Noch auf der Hochfläche, wo der Weg (Kirchweg) beginnt steil abwärts nach Honhardt zu führen und dem Telefonmast rechter Hand, steht das Kreuz.

Größe / Material: 116 (ohne Fuß):79:18-30 / Sandstein

Geschichte: Das Kreuz hat sich nach Westen und Norden leicht geneigt und wirkt mit sehr breitem Schaft und etwas schmälerem, aber niedrigem Kopf überaus wuchtig. Die Arme sind deutlich schmäler, wobei der linke / westliche Arm fehlt. Das Kreuz ist mit dem Armen genau in O-W-Richtung aufgestellt. Der rechte Arm war ebenfalls abgebrochen, wurde jedoch wieder mit Zementmörtel angesetzt, wobei auch die dreieckige Winkelstütze unten, die ca. 12cm zurückgesetzt ist, mit ausgebessert wurde. Alle Flächen sind infolge Verwitterung bucklig. Der Fuß, der beidseitig, parallel zu den Armen, rechtwinklig ausschwenkt, liegt teilweise frei. Datierung: ca. 16.Jh. (Kraiss / Reuter / Losch 2001)

Auf dem Sandberg, ca. 750m südlich vom Ort, am alten Weg zum Sandhof (Kirchenweg). Stark beschädigt; ein Arm abgebrochen; Kopfende schräg abgeschlagen. Form: Auffallend breiter Kopf und noch breiter angesetzter Schaft. Leichte Schaftverbreiterung, seitlich am Ende zu einem Fuß erweitert. Einseitig um 12cm zurückgesetzte Winkelstützen am erhaltenen unteren Winkel; leicht konkav, jedoch beschädigt, daher ursprüngliche Form nicht erkennbar. Datierung: ca. 16.Jh. (Losch 1981)

Sage: 1. Das Kreuz soll aus dem Dreißigjährigen Krieg stammen.
2. Für gefallene Soldaten errichtet.

Quellen und Literatur:
Losch, Bernhard - Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg, Stuttgart 1981
Kraiss, Eva Maria / Reuter, Marion / Losch, Bernhard - ...und erschlugen sich um ein Stücklein Brot - Sühnekreuze in den Landkreisen Schwäbisch Hall und Hohenlohe, Herausgeber: Isabella Fehle im Swiridoff Verlag, 2001
recherchiert und bebildert von Peter Hartig, Kirchberg/Jagst (Fotos vom 5.September 2008)



Honhardt (IV) / OT von Frankenhardt


Blick zum Standort
von Nordost gesehen

Ostseite

Abbildung bei
Losch (1981)

GPS: N 49° 3,249', O 10° 2,675'

Standort: Im Osten der Straßensiedlung Sandhof in Richtung Hummelsweiler und Rosenberg abbiegen. Kurz nach Überqueren des Sobachs nach links in den Feldweg entlang des Waldrandes einbiegen. Auf der nach ca. 170m folgenden Wegkreuzung links halten und ca. 270m parallel zum Hang bis zur T-förmigen Gabelung des Weges gehen. Das Kreuz ist ca. 60m von hier aus im Talgrund am Ende des Walls eines aufgelassenen Fischteichs zu sehen; es steht frei in einer Wiese. - Über der Hangkante im Süden des Sobachtals sind landwirtschaftliche Anwesen von Gauchshausen zu sehen.

Größe / Material: 180:87:35-23 / Sandstein

Geschichte: Benennung "Pestkreuz". Ein hohes Steinkreuz, das mit den Armen genau in N-S-Richtung steht. Der Schaft ist lang, der Kopf dagegen verhältnismäßig kurz. Tiefe Verwitterungsfurchen und Zerklüftungen am Kopfende lassen vermuten, dass der Kopf ursprünglich etwas höher war. Der nördliche Arm ist zum Teil abgebrochen und weist ebenfalls eine tiefe Auslösungsrille auf. Auch die übrigen Flächen des Kreuzes zeigen kleinere Auswaschungen der ursprünglich glatten Seiten. Beide Armenden sind abgerundet. Alle Kanten sind von oben 7cm bis auf 10cm unten zunehmend gefast und gehen zum Fuß hin rasch wieder in eine scharfe Kante über. Die gesamte Ostseite des Kreuzes ist geradlinig gearbeitet, während die Westseite einen leichten konkaven Schwung zeigt. Datierung: ca. 15. / Anfang 17.Jh. (Kraiss / Reuter / Losch 2001)

Auf einer Wiese im Sobachtal, Flur "Vellberger See". Balkenenden beschädigt. Form: Kantenabschrägung (5-6cm). - Kopf und Schaft verbreitern sich nach unten. Die Arme sind schmal und lang, jedoch optisch zurückgedrängt durch den hohen Schaft. Das Tiefenprofil nimmt nach unten stetig zu. Der Kopf ist minimal nach links gekippt; auch sonst Unregelmäßigkeiten. Datierung: ca. 15./Anfang 17.Jh. (Losch 1981)

Sage: Das Kreuz soll aus dem Dreißigjährigen Krieg stammen.

Quellen und Literatur:
Losch, Bernhard - Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg, Stuttgart 1981 (Achtung! Bilder verwechselt: 115 mit 117)
Kraiss, Eva Maria / Reuter, Marion / Losch, Bernhard - ...und erschlugen sich um ein Stücklein Brot - Sühnekreuze in den Landkreisen Schwäbisch Hall und Hohenlohe, Herausgeber: Isabella Fehle im Swiridoff Verlag, 2001
recherchiert und bebildert von Peter Hartig, Kirchberg/Jagst (Fotos vom 5.September 2008)



Honhardt (V) / OT von Frankenhardt


Blick zum Standort
Nordseite

GPS: N 49° 3,046', O 10° 2,604'

Standort: Im Osten der Straßensiedlung Sandhof in Richtung Hummelsweiler und Rosenberg abbiegen. Kurz nach Überqueren des Sobachs nach links in den Feldweg entlang des Waldrandes einbiegen. Auf der nach ca. 170m folgenden Wegkreuzung links halten und ca. 270m parallel zum Hang bis zur T-förmigen Gabelung des Weges gehen. Hier rechts halten und ca. 100m bis zur nächsten rechtwinkligen Kurve gehen. Von hier aus muss das Kreuz etwa auf halber Höhe des Hangs in Richtung der auf der Hangkante stehenden landwirtschaftlichen Gebäude von Gauchshausen gesucht werden. Da es sehr niedrig ist, hängt der rasche Erfolg davon ab, wie hoch das Gras der Hangwiese ist.

Größe / Material: 60:58:22 / Sandstein

Geschichte: Im Vergleich zur Höhenmessung in der Literatur ist das Kreuz zwischenzeitlich um weitere 8cm im weichen Boden der Wiese bis zu den Armen eingesunken.

Die Arme stehen genau in O-W-Richtung. Der westliche Arm fehlt fast ganz, der Rest weist an der Bruchstelle eine tiefe halbkreisförmige Einbuchtung auf; der östliche Arm ist an der Südkante abgeschlagen. Der Kopf ist abgerundet und auf der Nordseite sind flächige Stücke weggebrochen. Im südöstlichen Winkelbereich zwischen Kopf und Arm befindet sich eine tiefe Verwitterungskerbe. Der Schaft ist mit 30cm wesentlich breiter als der Kopf mit 22cm. Datierung: ca. 16.Jh. (Kraiss / Reuter / Losch 2001)

Sage:

Quellen und Literatur:
Kraiss, Eva Maria / Reuter, Marion / Losch, Bernhard - ...und erschlugen sich um ein Stücklein Brot - Sühnekreuze in den Landkreisen Schwäbisch Hall und Hohenlohe, Herausgeber: Isabella Fehle im Swiridoff Verlag, 2001
recherchiert und bebildert von Peter Hartig, Kirchberg/Jagst (Fotos vom 5.September 2008)


Sühnekreuze & Mordsteine