Deutschland Baden-Württemberg Lkr. Heilbronn

Haberschlacht / OT von Brackenheim


Detailaufnahme

Abbildung bei
Losch (1981)
alter Standort

Abbildung bei
Mistele (1963)

PLZ: 74336

GPS: N 49° 06,231', O 9° 01,162'

Standort: Etwa 1,2km nordwestlich Haberschlacht, westlich der Straße nach Stetten, oberhalb der Weinberge am Waldrand.

Größe / Material: (ohne Sockel) 68:60:20 / Sandstein

Geschichte: Bei der Flurbereinigung ca. 1975 aus der Nähe hierher versetzt und auf Sockel betoniert. Flurname: Früher "Spinnere", heute "Gänsberg".

Verloren, da abgeplatzt sind die beiden Attribute auf der Vorderseite des Steinkreuzes von Haberschlacht, heute einem Stadtteil von Brackenheim im Landkreis Heilbronn. Eine aus dem Jahr 1968 stammende Aufnahme zeigt eine schlichte Kunkel und eine Handspindel, deren Konturen lediglich eingerillt sind. Links führt ein kurzer Faden vom Wrocken, der aufgebundenen Wolle, zur Handspindel. (Azzola 1985)

Sage: Ein Mädchen, das von Stetten in die Spinnstube nach Haberschlacht gegangen war, wurde auf dem Heimweg Winterabends von jungen Burschen ermordet.

Quellen und Literatur:
Mistele, Karl-Heinz: Die Steinkreuze vor dem Sülmertor in: Schwaben und Franken (Heimatgeschichtliche Beilage der "Heilbronner Stimme") Nr.3, 1963, S.2-3 mit Abb. S.3. (Falsch ist dort die Angabe "Lauffener Gemarkung" in der Bildunterschrift.)
Losch, Bernhard - Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg, Stuttgart 1981
Azzola, Juliane und Friedrich Karl - Spinnrocken und Handspindel - zwei steinerne Denkmale von 1447. In: Schwäbische Heimat (Zeitschrift des Schwäbischen Heimatbundes) 36.Jg., 1985, S.37-45
Recherchen, Wegbeschreibungen, aktuelle Infos und Aufnahme von Leopold Hessek, Mosbach
zusammengestellt und bearbeitet von Rudolf Wild, Annweiler-Queichhambach


Sühnekreuze & Mordsteine