Deutschland Bayern Lkr. Miltenberg

Weilbach (I)

PLZ: 63937

GPS: N 49° 39,980', O 9° 12,915'

Standort: Im Kirchhof, nach der Treppe links, ein paar Meter weiter an der Mauer. Gegenüber des alten Gedenksteines (18. Jh.) und der neuen Gedenktafeln (21. Jh.) für die verstorbenen Pfarrer.

Größe / Material: 105:75:18 / Buntsandstein

Geschichte: Alter Abschlag am Kopf.
Das Kreuz stand früher im Gewann "Flachsäcker". Dort wo Walter es beschreibt ("Wiesenweg nach Breitendiel") sind in den letzten 80 Jahren Wohn- und Gewerbegebiete sowie Sportanlagen entstanden.

Sage: Die Fischerei in der Mud war Jahrhunderte lang Streitobjekt zwischen dem Kloster Amorbach und dem Erzstift Mainz - und damit auch zwischen den Bürgern von Amorbach, Weilbach und Miltenberg. Der Streit eskalierte im 16. Jahrhundert zu blutigen Auseinandersetzungen. Es kam zu einem Kampf, bei dem mehrere Amorbacher getötet wurden; die Verwundeten lagen so zahlreich im Flussbett, "so daß man hätte trucken darüber gehen können". Für die Getöteten habe man "Steinerne Creutz" gesetzt.
Aus der Überlieferung ergibt sich nicht, wo die Kreuze damals hingestellt wurden und ob das Weilbacher Steinkreuz diesem Streit entstammt.

Quellen und Literatur:
Walter, Max - Vom Steinkreuz zum Bildstock, 1923, S.9
Bormuth u.a. - Steinkreuze im bayerischen Odenwald, 1997, S.489f., mit Abb.
Recherche, Wegbeschreibung, aktuelle Infos und Aufnahme von Leopold Hessek, Mosbach
zusammengestellt und bearbeitet von Rudolf Wild, Annweiler-Queichhambach



Weilbach (II)


Detail der
Pflugdarstellung

GPS: N 49° 39,969', O 9° 12,877'

Standort: An der Abzweigung der Reuenthaler Straße von der Hauptstraße.

Größe / Material: 200:50:35 (Schaft 30:30) / Sandstein

Geschichte: Steinbildstock von ca. 1500 als Fortentwicklung der Stockform. Auf dem Schaft Ritzzeichnung eines Pfluges (Stiftermarkierung). In der seitlich beschädigten Nische ist ein modernes Kruzifix angebracht.

Sage:

Quellen und Literatur:
Assion, Peter - Bildstocktypik und soziales Zeichensystem, in Beiträge zur Erforschung des Odenwaldes und seiner Randlandschaften - V, 1992, mit Abb.3 , 1997, S.489f., mit Abb.
zusammengestellt und bearbeitet von Rudolf Wild, Annweiler-Queichhambach (Fotos vom 18.10.2007)


Sühnekreuze & Mordsteine