Deutschland Bayern Lkr. Bayreuth

Spänfleck / OT von Gesees


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PLZ: 95494

GPS: N 49° 51,586', O 11° 31,446'

Standort: Nach Dill (1980 / 1987) findet man das Steinkreuz bei Spänfleck im Lindenhardter Forst, ca. 900m nach der Autobahnbrücke, in der Nähe der Rotmainquelle im lichten Nadelwald.
Etwas genauer: Von der Autobahnbrücke auf der (nicht geteerten) Straße nach Lindenhardt trifft man nach ca. 500m auf eine erste Kreuzung, nach weiteren 200m (an der Höhe 592) zweigt nach NO eine Rückegasse ab, die sich gegenüber in S-Richtung fortsetzt. Direkt an der Straße zweigt von dieser Rückegasse ein Waldweg in SO-Richtung ab. Folgt man diesem ca. 135m, erkennt man links in 25m Entfernung das Steinkreuz im "lichten Nadelwald“.

Größe / Material: 160:60:25 / Sandstein

Geschichte: Leider sind heute nicht mehr alle bei Dill beschriebenen Buchstaben erkennbar.

Es lag in drei Teile zerbrochen und wurde 1968 vom Denkmalschutztrupp der Deutschen Steinkreuzforschung aufgestellt. Auf der Vorderseite sind verschiedene Einritzungen, so ein Kopf und darüber AB, AP, KB und die Jahreszahl 1830. Das Steinkreuz steht auf einer alten Grenze. 1830 wurden die neuen Gerichte eingemeißelt, die hier zusammenstießen: Amtsgericht Bayreuth, Amtsgericht Pegnitz und Königreich Bayern. Auf der Rückseite ist ein Kreuz mit Podest von 15:8cm und darüber ein H (Hochgericht, Halsgericht). (Dill 1980 / 1987)

Sage: Der Sage nach wurden an dieser Stelle zwei Metzger erschlagen und ausgeraubt.

Quellen und Literatur:
Dill, Karl - Steinkreuze und Kreuzsteine im Stadt- und Landkreis Bayreuth, 1980
Dill, Karl - Kleindenkmäler im Landkreis Bayreuth, 1987
recherchiert und bebildert von Paul Basler, Schwarzenbach / Saale


Sühnekreuze & Mordsteine