Deutschland Bayern Lkr. Kulmbach

Sandreuth

PLZ: 95499

GPS: N 50° 0,966', O 11° 34,623'

Standort: Vor Haus-Nr.5, an der St 2183 an der Abzweigung nach Schaitz.

Größe / Material: 35:65:20 / Sandstein

Geschichte: Der Kreuzstein steht seit etwa 2001 am jetzigen Standort. Zuvor stand er nach Dill (1984) 100m vom Dorfrand entfernt in Richtung Harsdorf, rechts am Straßenrand.

Die Sandsteinplatte war einmal 70cm hoch, und es wurden erst nach 1955 die Ecken abgeschlagen. An der Straßenseite befindet sich ein Relief eines Kreuzes. Die Kreuzbalken sind 12cm breit. In einer Grenzbeschreibung des Vogteiamtes Kulmbach von 1673 wird der Kreuzstein mit genannt. Hans Edelmann beschrieb und erläuterte sie. Er schrieb u.a. "Sie wollen nämlich auf einem bei Sandreuth an der Straße nach Harsdorf stehenden, mit einem großen Kreuz gezeichneten Stein zugehen. Die Kulmbacher weisen das zurück, weil die Grenze sonst ungewöhnlicher Weise über Zwerch der Cent machen müsse, d.h. quer durch die Felder gehen müsse. Sie halten den Stein für das Zeichen eines Totschlages, für einen Sühnestein, wie ihn der Mörder am Schauplatz der Tat errichten mußte.“ (Dill 1984)

Sage: Der Sage nach soll am ursprünglichen Standort ein Mädchen aus Sandreuth vergewaltigt und erwürgt worden sein. Der Täter, ein lediger Bauer, ließ zur Sühne den Kreuzstein setzen, verkaufte sein Anwesen und wanderte aus.

Quellen und Literatur:
Dill, Karl - Flurdenkmäler im Landkreis Kulmbach, 1984
recherchiert und bebildert von Paul Basler, Schwarzenbach / Saale


Sühnekreuze & Mordsteine