Deutschland Bayern Lkr. Haßberge

Reinhardswinden (I)

PLZ: 97478

GPS: N 49° 58,173', O 10° 27,055'

Standort: An der St 2277 zwischen Oberschwappach und Donnersdorf, bei der Abzweigung nach Reinhartswinden.

Größe / Material: 120:85:30 / Sandstein

Geschichte: Kreuzstein mit herausgearbeitetes lateinisches Kreuz, im Kopfteil kleines eingeritztes lateinisches Kreuz, rechts neben den unteren Längsbalken eingeritzte Pflugreute. Die Rückseite ist glatt.

Sage: An der Straße von Oberschwappach nach Donnersdorf, da wo der Weg nach Reinhardswinden abzweigt, liegt auf Wohnauer Fluhr eine umgefallene rechteckige Steinplatte, ungefähr 1,50m lang und 0,50m breit, worauf außer einen Kreuz in erhabener Arbeit auch eine Pflugreute ausgemeißelt ist. Es pflügte nämlich einmal ein Bauer auf dem Acker, der neben den Kreuzstein liegt. Der Bauer hatte seinen Buben mitgenommen; der sollte ihm beim Ausackern der "Anwender" (Grenzfurchen) das Vieh führen. Weil aber der Bub öfter nicht aufpasste und das Vieh unrichtig führte, geriet sein Vater in Zorn, nahm die Reute und warf sie den Buben an den Kopf. Unglücklicherweiße traf er den Buben so, das er tot auf dem Platze blieb*). Wahrscheinlich mußte der Vater selbst den Sühnestein errichten. (Klarmann / Spiegel 1912)
*) Die gleich Sage knüpft sich auch an einen Kreuzstein zwischen Diebendorf und Grassmannsdorf, ebenso an einen solchen auf der Höhe zwischen Weingartsgreut und Wachenroth und an einen bei der Wegkreuzung St.Rochus-Winkelhof und Ebrach-Buch, sämtliche im oberfränkischen Steigerwald. Aus Oberschwappach durch Herrn Pfarrer Luckert in Westheim 1905.- R.

Quellen und Literatur:
Klarmann, J.L. / Spiegel, K. - Der Sühnestein bei Reinhardswinden, in: Sagen und Skizzen aus den Steigerwald, Gerolzhofen 1912, S.204 (Nachdruck: ISBN 3-923006-18-7)
recherchiert und bebildert von Erich Sauer, Strullendorf (Foto vom 6.06.2010)



Reinhardswinden (II)

GPS: N 49° 58,412', O 10° 27,085'

Standort: Am Eingangsbereich vom Gut Reinhardswinden.

Größe / Material: 260cm hoch / Sandstein

Geschichte: Geschnürter Sockel: 45x65x65cm. Glatte Säule: 104cm, unten Wulstring. Reich verziertes Kapitell: 25cm, mit Valuten und zwei ovale Kassetten, unleserliche Inschrift. Ampel: 55x50x18cm mit zwei Reliefs, vorne: Pieta, hinten: hl. Dreifaltigkeit, das Runddach bekrönt ein Steinkreuz mit Kleeblattenden.

Sage:

Quellen und Literatur:
recherchiert und bebildert von Erich Sauer, Strullendorf (Foto von August 2010)


Sühnekreuze & Mordsteine