Deutschland
Bayern
Lkr. Schwandorf
Neusath (I) / OT von Nabburg
Blick zum Standort |
die andere Seite |
Detail Einzeichnungen |
PLZ:
92507
GPS:
Standort:
Steinkreuz am Sträßchen, das von Neusath nach Haselhof führt, auf halbem Wege,
200m nordöstlich des letzten Hauses von Neusath kurz vorm Waldrand links. 20m weiter befindet sich rechts die Auffahrt zum Freiluftmuseum Neusath.
Größe / Material:
80:57:22 / Granit
Geschichte:
Benennung: "Pestkreuz".
Gut erhaltene, gewöhnliche Kreuzform ohne nenneswerte Beschädigungen.Über
die ganze Vorderseite erstrecken sich Zahlen und Zeichen. Am linken Querbalken ist noch die Zahl 15 lesbar,alle weiteren Zeichen und Linien können aufgrund
der starken Verwitterung nicht mehr gedeutet werden. Im Kreuzungspunkt befindet sich eine kreisförmige Einmeißelung. Im Kreuzstamm gut lesbar eingeritzt 1609.
(Schmeissner 1977)
Sage:
Bis hierher soll nach Aussagen alter Bewohner die Pest gereicht haben. (Haller 1963)
Quellen und Literatur:
• Haller, K. - Uralte Kreuzsteine stehen am Wege, in: Die Oberpfalz. Eine Heimatzeitschrift für den ehemaligen Bayerischen Nordgau, 1963, S.183
• Schmeissner, Rainer, H. - Steinkreuze in der Oberpfalz, 1977, S.241-242, SAD 25
• recherchiert und bebildert von Thomas Lingl, Luhe (Fotos von Juli 2008)
Neusath (II) / OT von Nabburg
Zustand 2004 Foto: Pilsak |
GPS:
Standort:
Auf dem Gelände des Oberpfälzer Freilandmuseums Neusath.
Größe / Material:
115:68:20 / Kalkstein
Geschichte:
Das Steinkreuz vor dem Waldlerdorf stand bis 1964 in Katzbach bei Cham.
Auf seiner Vorderseite zeigt es eine Ritzzeichnung des Gekreuzigten, durch die man das Kreuz ins 14.Jahrhundert datieren kann. Nach Schmeissner (1977) befand
es sich 1977 noch in Cham, kann also erst später in das Freilichtmuseum gekommen sein.
CHA 16 LOIBLING-KATZBACH Stadt Cham
Steinkreuz im Garten des Hauses Nr.4 in Katzbach (bis 1964), z.Zt. in Privatbesitz in Cham (L. Hauser, Cham).
Gut erhaltenes Steinkreuz mit linearer Einmeißelung (Jesus am Kreuz, primitive Darstellung). (Schmeissner 1977)
Das Kreuz läßt sich auf Grund der eingravierten Zeichnung in
die zweite Hälfte des 14.Jahrhunderts einstufen. Es dürfte am ehesten ein Gedächtniskreuz sein, das an einen Unglücksfall, ähnlich, wie ihn die Sage erzählt, erinnert.
Da das Gesteinsmaterial hier ortsfremd ist, möchte man annehmen, daß das Denkmal einem Auswärtigen gesetzt wurde. (Wolf 1969)
Sage:
Am ursprünglichen Standort des Kreuzes soll ein Ritter in voller Rüstung mit seinem Roß zu Tode gestürzt sein.
Quellen und Literatur:
• Wolf, H. - Die alten Steinkreuze im Landkreis Cham, in: Das Steinkreuz, 1973, Heft 2, S.15-16
• Schmeissner, Rainer, H. - Steinkreuze in der Oberpfalz, 1977, S.151-152, CHA 16 unter Loibling-Katzbach
• Wikipedia - Aufnahme von Walter J. Pilsak, Waldsassen (Foto von März 2004)
• Museumsbroschüre (PDF-Datei, 4,2MB)
• recherchiert und bebildert von Thomas Lingl, Luhe (Fotos von Juli 2008)
• Ergänzungen von Paul Basler, Schwarzbach/Saale und Uwe Stößel, Saalfeld