Deutschland Sachsen-Anhalt Burgenlandkreis

Rossendorf / OT von Wetterzeube


Einzeichnung
mit Kreide
nachgezogen

PLZ: 06722

GPS: N 50° 59.945', O 12° 0.406'

Standort: Nördlich am Weg zwischen Rossendorf und Koßweda.

Größe / Material: 98:58:22 / Sandstein

Geschichte: Das Kreuz wurde schon am 23. November 1605 als Grenzzeichen zwischen dem Crossener und dem Haynsburger Gericht genannt, da an diesem Tage Michael Klingensack und sein Weib hier vom Amt Haynsburg dem Amt Crossen übergeben wurde.
Auf der Vorderseite (zur Straße zu) zeigt das Kreuz ein Schwert mit einer 58cm langen Klinge und dem 11cm großen Griff. Das (schwer zu erkennende) Beil sollte nach Koßweda zeigen, während der noch vorhandene Arm nach Rossendorf zeigt.

Sage: Im Ort erzählt man sich, daß ein junges Mädchen Anfang des vorigen (19.) Jahrhunderts zwei Liebhaber hatte, der eine war ein Fleischer, der andere war Soldat. Als der Letztere aus den Kriegen gegen Napoleon zurückkam, trafen sich die beiden Nebenbuhler an der Stelle, wo jetzt das Kreuz steht. Sie gerieten miteinander in Streit und schlugen sich mit Beil und Säbel gegenseitig tot. Zur Erinnerung daran wurde das Kreuz gesetzt.

Quellen und Literatur:
Köber, Heinz - Die alten Steinkreuze und Sühnesteine Thüringens, 1960, S.63
Saal, Walter - Steinkreuze und Kreuzsteine im Bezirk Halle, 1989, S.45
aktuelle Aufnahmen von Andreas Schumann, Reichenbach


Sühnekreuze & Mordsteine